30. Mai 2021

Gewissheit, Offenheit und Zweifel im Erkennen — Anthroposophie und Skepsis


In der Wochenschrift ‚Das Goetheanum‘ 20/2021 ist ein Artikel von Wolf-Ulrich Klünker zur Frage von Anthroposophie und Skepsis erschienen. Dazu gibt es, passend zum Thema, Lochkamerafotos von Ramona Rehn und entsprechende Erläuterungen. 

Seit der Antike bezeichnen sich bestimmte Denker als ‹Skeptiker›. In der Entstehung des modernen Wissenschaftsbegriffs spielt die Skepsis eine zentrale Rolle. Seit einigen Jahren haben sich besondere Gruppen von sogenannten ‹Skeptikern› gebildet, die sich auf einen Kreuzzug gegen das begeben, was sie für Pseudowissenschaft halten. Anthroposophie schlagen sie hier dazu. Jedoch versteht sich Anthroposophie als eine Erweiterung der wissenschaftlichen Methode und soll deshalb sachgemäß mit einer skeptischen Haltung arbeiten. Vor diesem Hintergrund versucht Wolf-Ulrich Klünker, der Beziehung von Anthroposophie und Skepsis nachzugehen.

Ist Anthroposophie eigentlich Glaube, Wissenschaft oder Wirklichkeit? Anthroposophie kann ihrem tiefen Anliegen nach nur Wirklichkeit sein, und Wissenschaft wäre dann das Bewusstsein und das Hervorbringen der Wirklichkeit. Schon bei dieser Aussage wird deutlich, dass in der Wahrheitsdimension von Anthroposophie keine Wirklichkeit ohne menschliches Bewusstsein, das heißt ohne Wissenschaft, möglich ist – und dass andererseits Wissenschaft nur als vom Menschen erkannte, erlebte oder gebildete Wirklichkeit Bedeutung besitzt. Wissenschaft kann dann nicht nur Abbild oder Beschreibung von Wirklichkeit sein, nicht nur ‹Information›. Dieser folgenreiche Satz gilt insbesondere für die Anthroposophie als Geisteswissenschaft.

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