Wir verstehen Psychologie als Selbstvergewisserung des Menschen und als bewusste Selbstverantwortung für das Leben. Wir möchten eine zukunftsoffene Wissenschaft vom Menschen entwickeln, in der Individualität und Objektivität keinen Gegensatz bilden. So gehen …

Neues


Nicht nur der andere Mensch ist fremd – auch das eigene Ich, der eigene Körper können sich entfremden. Ein positives Selbstgefühl ist nicht mehr selbstverständlich. – In Vortrag und Gespräch werden Grundlagen einer Selbsterkenntnis entwickelt, die mit der Welt und der Natur verbindet. In der Gefühlsbildung kann sich das Ich nach außen öffnen und Isolation wie Depression überwinden. Daraus ergeben sich auch Perspektiven für eine zukunftsfähige Psychologie und Therapie.


Eine Neuerscheinung herausgegeben von Jost Schieren, an der Wolf-Ulrich Klünker mit zwei Aufsätzen beteiligt ist:

Jost Schieren (Hrsg.)
DIE PHILOSOPHISCHEN QUELLEN DER ANTHROPOSOPHIE
Eine Vorlesungsreihe an der Alanus-Hochschule


Albertus Magnus (1200–1280) verdankt seinen Namen seiner weitreichenenden Forschungshaltung, deren Ergebnisse er in zahlreichen Schriften festhielt. Die erstmals ins Deutsche übersetzte Schrift ›De unitate intellectus‹ markiert einen entscheidenden wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklungsschritt zu einer Psychologie seelischer Individualität. Die aristotelische Tradition der »Seele als Form des Leibes« berührt dabei ein Organverständnis, das erst nach den hirnphysiologischen und genetischen Diskursen der letzten Jahre umfassend gewürdigt werden kann. Der Begriffsrealismus Alberts des Großen, in seiner Zeit anthropologisch-philosophische »Spitzenforschung«, enthält erst heute wirklich zukunftsfähige Perspektiven menschlichen Selbstverständnisses und geistiger Selbstaktivierung.